LKG in Hessen

Entstehung und Geschichte

Als um 1900 in Deutschland sich viele Menschen dem Glauben aktiv zuwendeten, bildeten sich auch im Gebiet des früheren Kurhessen viele Gemeinschaftskreise. In Hessen waren es viele landeskirchliche Pfarrer, die in ihren Pfarrhäusern Gemeinschaftskreise sammelten. Pfarrer Leopold Wittekind knüpfte hier die Fäden, nachdem er von der Gnadauer Konferenz 1888 "kräftig angeregt" war. Um die Jahreswende 1896/97 kam es zur Gründung eines "Brüderkomitees", aus dem der Hessen - Nassauische Gemeinschaftsverband hervorging.

Im Jahr 1898 wurden erstmals junge Leute in die Ausbildung geschickt, um die Arbeit des Verbandes später zu begleiten, ein eigenes Monatsblatt wurde herausgegeben, die Arbeit blühte auf.

Trotz mancher Krisen gelang nach 1945 ein Neuanfang der Arbeit unter Leitung von Alfred Roth, Paul Schwidurski und Heinrich Seiler. Die Geschäftsstelle befand sich zunächst in Kassel, später in Melsungen. Viel Aufbauarbeit musste geleistet werden, zerstörte Häuser und Gemeinden wieder aufgebaut werden, die Geschwister aus den Ostgebieten integriert werden. Eine neue Verbandszeitschrift „Licht für den Weg“ wurde gegründet, die 1968 zum „Gnadauer Gemeinschaftsblatt“ (heute „WIR“) zusammengelegt wurde.

Heute steht EGHN für den „Evangelischen Gemeinschaftsverband Hessen-Nassau“, der als freies Werk innerhalb der Evangelischen Landeskirchen von Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau arbeitet. Die Jugendarbeit wird in Zusammenarbeit mit dem EC-Landesverband Hessen-Nassau durchgeführt. Die Geschäftsstelle befindet sich seit 2001 in Neukirchen/Knüll.

Heute

Etwa 160 Landeskirchliche Gemeinschaften haben sich im EGHN zusammengeschlossen.Die Schwerpunkte des Verbandes liegen im Norden um Kassel und im Süden von Hessen sowie in Rheinland-Pfalz (Nassauer-Land).

Heute engagieren sich, eingeteilt in 24 Bezirke, über 1300 ehrenamtliche und ca. 40 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort.